Gemeinde Daisendorf

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Mittelalter & Neuzeit

Missernten, Pestjahre und Rückgang der Kornpreise kennzeichnen das 14. Jahrhundert, das Bistum verliert Einfluss und Rechte. Viehhaltung, Weinbau und Leinengewerbe nehmen zu. Die Weideflächen genügen nicht. Die Dominikanerinnen von Meersburg erwerben 1410 den Hof, 1450 den Zehnten und 1492 die Weide Strich (heute Lichtenberg).

Ältere Aufnahme der Kapelle St. Martin
Ältere Aufnahme der Kapelle St. Martin

Das 16. Jahrhundert bringt für 400 Gulden wieder Aufschwung. Der Bischof kauft Daisendorf 1507 von der Stadt Überlingen zurück, läßt die Kapelle erneuern und mit einzigartigen Fresken ausmalen, deren Eigenart heute wieder voll gewürdigt wird.

"Auf sein Verlangen" wird Daisendorf am 26. Januar 1684 von der uralten Pfarrei Seefelden abgetrennt und der Pfarrei Meersburg eingegliedert (die Kirche in Seefelden ist, wie die Daisendorfer Kapelle, dem St. Martin geweiht und gilt als eine der Urkirchen am Bodensee). Zu entdecken gibt es neben den Fresken, die u.a. die Ursula-Legende erzählen, auch eine Pietà, die ursprünglich aus dem 14. Jahrhundert stammt und später mehrfach überarbeitet wurde.

Um 1800 beginnt die neue Zeit. Bereits zuvor wurde die Dreifelderwirtschaft verbessert: die Brache dient nun nicht mehr als Weide, sondern als Kartoffel- u.a. Acker. Den wichtigsten Einschnitt bedeutet der Reichsdeputationshauptschluß vom 25. Februar 1803: Daisendorf wird selbständige Gemeinde und kommt mit der bischöflichen Obervogtei an Baden.

Am 1. August 1857 wird Daisendorf - nach 350 Jahren wieder - Überlingen (Bezirksamt) und 1864 dem Großkreis Konstanz zugeordnet. Seit 1939 heißt das Bezirksamt "Kreis Überlingen", der 1973 großenteils im "Bodenseekreis" aufgeht.

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Institut für Zeitgeschichte

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